Zwei Freunde kennen sich schon seit der ersten Schulklasse!! Sie treffen sich einige Jahre später, Frank – Techniker, Mike – Kaufmann. Mike lernt von Frank das Schrauben; Frank eignet sich kfm. know how an. Die Beiden mieten eine alte Garage und fangen einfach mal an. Es entsteht im Laufe der Zeit die gemeinsame Leidenschaft: Schrauben, Performance, Racing und echte V8 US-Fahrzeuge. Nur die wenigen Ersatzteile, die man in Deutschland hierfür bekam, waren einfach kaum erhältlich und zu teuer. Man sollte sie doch selbst direkt aus USA importieren!!! Ende der 80er Jahre weg von der obligatorischen „Garage“ in die ehemalige Sackfabrik in Kiel-Kronshagen. Dort machten M&F dann eine Art Ersatzteilmarkt für die US-Fahrzeuge auf, und nannten sich -damit es an die USA erinnert- „Mike & Franks US-Racing Equipment“ (M&F). Natürlich fuhren sie auch ihre US-Boliden: Pontiac Trans AM turbo und GMC Caballero. Sie begannen also, selber Reifen, Felgen und Auspuffe aus den USA zu bestellen. Mike tourte und arbeitete in den US, immer auf der Suche nach Herstellern und Lieferanten, Frank hielt währenddessen die Stellung und nahm Mike‘s Lieferungen aus den ganzen US entgegen. Es wurden US-CarTreffen in der ganzen Republik angefahren – und wenn sie wieder nach Hause kamen, hatte man viele Kunden gewonnen und ein wenig verdient, das wieder investiert wurde. Mit dem Geld bestellten sie dann neue Teile in den USA, einen Vergaser oder eine Nockenwelle vielleicht, und irgendwann standen in der alten Sackfabrik tatsächlich zwei Regale mit Ersatzteilen. „Wir hatten ja kein Kapital, sodass wir erst verdienen mussten, um neu zu investieren“, sagt Frank heute. Genau das aber lohnte sich, denn die US-Car-Szene merkte schnell, dass man in Kronshagen ganz gut einkaufen konnte. Bald schon brachten sie ihren ersten eigenen Ersatzteil-Katalog für Besteller heraus. Er hatte 30 Seiten und war handkopiert.
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Fans US-amerikanischer Autos bekamen und bekommen hier vom Kolben, der Schraube über die Stoßstange bis hin zum Schaumstoffwürfel für den Innenrückspiegel, aber auch beleuchtete Scheibenwaschanlagendüsen, so ziemlich alles, was sie mehr oder weniger brauchen können. Wer aber fährt amerikanische Autos? „Mehr als man denkt“, sagt Frank „allein im Großraum Kiel sind es bestimmt 1.500.“ Mike kommt zu dem Schluss, näher an den Kunden ’ran zu müssen und 1991 eröffnet er die erste Filiale in Berlin. Etwa zu dieser Zeit konnte man endlich die Bank von dieser Geschäftsidee überzeugen. Mit Unterstützung aus den eigenen Familienkreisen floss endlich das erste Darlehen für US-Importe. Nun reichte das Kapital, um fortan ganze Schiffscontainer mit Ersatzteilen direkt von den Herstellern zu beziehen und jetzt „lief der Laden“ erst richtig an. Es entstanden weitere neue M&F-US-Discounter im deutschsprachigen Raum. Essen, später Frankfurt/Main und Köln, zuletzt in Österreich, als ein Franchise-Partner. Schließlich wurde die gute, alte Kronshagener Sackfabrik zu klein. „Mike und Frank“ zogen um. Neue Adresse: ein ehemaliges Kart-Bahn-Gelände an der Preetzer Chaussee in Klausdorf bei Kiel – heute Schwentinental. Dort ist jetzt genug Raum für unzählige Teile, die ständig am Lager sind. Der Versandhandel ist – auch dank des Onlinegeschäftes – sprunghaft angestiegen. Täglich verlassen ganze LKW-Ladungen mit Tonnen von Teilen das Gelände. Verschickt wird nicht mehr nur deutschlandweit, sondern europa- und manchmal sogar weltweit – man lese und staune: sogar nach Kanada! Heute werden 40 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Unternehmen beschäftigt, denen es nicht zuletzt zu verdanken ist, dass M & F mit ihren US-Autoteilen der Marktführer in Europa sind.

Mike und Frank sind auch heute noch zwei Freunde – viele sind hinzugekommen und die Garagen-Geschichte, die in einer Sackfabrik ihren Fortlauf nahm und in einer umgebauten Kartbahn weitergeschrieben wird, ist noch lange nicht zu Ende…